Montag, 19. November 2012

Zeitverluste

Ein großes Problem bei einer Dissoziativen Identiätsstörung sind die Zeitverluste die man hat.

Zeitverluste was ist denn das schon wieder? Ich werde versuchen es mit meinen Worten zu erklären.

Wenn es Persönlichkeitswechsel gibt und somit eine andere Persönlichkeit in den Vordergrund kommt, dann verliere ich diese Zeitspanne in der sie anwesend ist. Das heißt ich habe keine Ahnung was ich in der Zeit gemacht habe. Durch viel Übung und eine persönliche Fragetechnik kann ich mir meisten die Stunden oder Tage so erfragen, das niemand etwas merkt.

Richtig gelesen, es können auch Tage oder sogar Wochen sein an die ich keinerlei Erinnerung habe. Das längste was mir bisher passiert ist, waren so etwa 5 Wochen. In dieser Zeit ist ein neues Medikament ausprobiert worden, dass leider nicht den gewünschten Erfolg hatte. Anstatt meine Persönlichkeit zu festigen ist genau das Gegenteil passiert, ich war vollkommen weg. Als ich wieder da war, dann der erste Schock, ich befand mich in der Psychiatrie. Dort hatte man langsam das Medikament wieder abgesetzt, ich konnte dann auch einige Tage später wieder nach Hause.

Nicht das Ihr jetzt denkt ich wäre Zwangseingewiesen worden, dies war nicht der Fall. Mein Therapeut konnte die Persönlichkeit die übernommen hatte dazu bringen in die Klinik zu gehen. Wie er das geschafft hat weiß ich leider nicht.

Mit den Medikamenten ist das nämlich so eine Sache, es kommt immer darauf an wer sie einnimmt. Sie wirken dann entweder garnicht oder anders als gewollt. Deshalb verzichte ich zum größten Teil auf Medikamente.

Für Krisenzeiten habe ich 2 Medikament die ich ohne Gefahr einnehmen kann.

Dann gibt es noch die Persönlichkeitswechsel die nicht ganz so krass sind, ich merke diesen Wechsel und bekomme mit was passiert, so was nennt man dann in der Fachsprache Cobewußtsein.

Hierbei gibt es noch zwei Unterschiede. Ich bekomme mit was passiert, kann aber nicht eingreifen oder ich kann durchaus Einfluss nehmen.

Bei ersteren ist kann man es sich so vorstellen, ich stehe quasi neben mir und schaue mir selber zu.

Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüberbringen.

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