Sonntag, 9. Dezember 2012

Antrag auf OEG letzter Teil



Dadurch dass mein Anwalt darauf hingewiesen hatte, dass zunächst mein Krankheitsbild fest zu stellen sei, bekam ich dann die Nachricht dass ein Gutachter bestellt worden war und mir ein Termin mitgeteilt werden würde.
Als ich den Namen des  Gutachters hatte, da fragte ich meinen Therapeuten ob er den vielleicht kennen würde. Was dieser bejahte und mir gleich darauf mitteilte, dass dieser Gutachter  die Diagnose Dissoziative Identitätstörung aber ablehnen würde.
Mit sehr gemischten Gefühlen fuhr ich dann zu der Klinik die dieser Gutachter leitet. Ich hatte mal wieder keine Ahnung was auf mich zukommen werden würde.
Das erste was ich auf dem Schreibtisch des Gutachters sah, war meine Akte vom Versorgungsamt die alles andere als dünn war.
Was mit am deutlichsten in Erinnerung an dieses Gutachten geblieben ist, ist die Tatsache, dass dieser Gutachter überhaupt nicht damit klarkam, dass ich keinen Betreuer hatte und auch alle meine finanziellen Dinge selber regeln konnte, ich hatte noch nicht einmal Schulden.
Immer wieder fragte er nach, ich dachte bei mir, wieso muss ich Probleme bei solchen Dingen haben.
Kurz und knapp, er hat dann folgende Diagnose gestellt: Psychoreaktive Störung
Dies erfuhr ich aber erst als dann endlich nach 4 Jahren der positive Bescheid vom Versorgungsamt kam.
Ich hätte gegen diese Diagnose Einspruch einlegen können, aber ich hatte keine Kraft mehr. Außerdem stand in dem Bescheid, dass ich nach 4 Jahren einer erneuten Begutachtung unterzogen werden sollte und darauf wollte ich es ankommen lassen.
Im Januar dieses Jahres kam dann auch ein Schreiben vom Versorgungsamt, in dem ich alle Behandler und Klinikaufenthalte angeben sollte. Dies habe ich auch getan, aber bis heute habe ich noch keine weitere Nachricht erhalten.
Dadurch das ich einen Anwalt eingeschaltet hatte, bin ich auch in den Besitz der beiden Gutachten gelangt und ich muss sagen es ist heftig was darin so alles über einen steht.
Noch zu Ergänzung, das Glaubwürdigkeitsgutachten ist trotz dass ich es abgebrochen habe zu meinen Gunsten ausgefallen.
Mein Fazit aus dem Ganzen, mit dem heutigen Wissen was da alles auf einen niederprasselt würde ich so ein Verfahren nicht noch einmal anstreben.
Da ich aber recht naiv an die Sache rangegangen bin und mein Gerechtigkeitssinn so ausgeprägt ist, habe ich alles durchstehen können.

Dennoch jedes Gewaltopfer hat ein Anrecht auf eine Opferentschädigungsrente. 

Ist eine Anzeige erstellt worden ist es egal ob das Verfahren wegen Verjährung eingestellt worden ist, man hat wie man bei mir sieht eine Chance es durch zu bekommen.
Gibt es eine Verurteilung des oder der Täter, dann ist das Verfahren einfacher. Man sollte jedoch beachten, dass das Versorgungsamt an den Täter herantritt und sich das Geld wieder zu holen.

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