Samstag, 1. Dezember 2012

schlimme Nächte

Heute Nacht war mal wieder eine der sehr schlechten Nächte. Ich bin es ja gewohnt, dass ich meistens nicht mehr als 3-4 Stunden schlafen kann. Dies ist eine der schlechten Seiten der Dissoziativen Identitätsstörung, aber auch bei anderen Störungen ist eine Begleiterscheinung die sehr an die Substanz gehen kann.

Gehe ich früh schlafen, denn wache ich immer zu einer bestimmten Uhrzeit auf und meistens ist dann die Nacht auch für mich gelaufen.

Schlimm ist es wenn ich furchtbar müde bin, so das mir schon die Tränen runterlaufen, dann gehe ich ins Bett und da bin ich auf einmal wieder hellwach. Jemand anderes will noch nicht schlafen, oder in meinem Kopf ist die Hölle los, alles geht durcheinander, viele Stimmen und Gedanken, Gedanken die ich nicht denke. Da wieder Ruhe reinzubringen ist ein Kraftakt.

Heute Nacht bin ich mit rasenden Kopfschmerzen aufgewacht. Im Traum habe ich schon gedacht, es ist als wenn Jemand ständig die Resettaste drückt und versucht neu zu starten. Es war so als wenn mehrere parallel Träumen und der Traum doch einer war. Ist für mich schwer zu beschreiben, was da so abging und ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.

Ich habe also versucht mich bewusst zu entspannen, aber das ist sehr schwer, wenn einem die Gedanken nicht alleine gehören. Zu Anfang hat es nicht geklappt, erst als ich eine halbe Migränetablette eingenommen hatte. Mehr oder weniger habe ich in halbsitzender Position versucht zu schlafen, bin auch ab und zu weggenickt. Kopfschmerzen ließen mit der Zeit dann etwas nach, aber ich leide heute Morgen noch immer. Alles in allem ist der Tag für mich jetzt schon so gut wie gelaufen.

Es ist für andere vielleicht schwer vorstellbar, aber ich genieße es wenn ich mal mehr als 3 Stunden schlafen kann.

Kommentare:

  1. hallo liebe vielfalt-oma :o) ...

    jeder buchstabe deiner wörter fesseln mich ... wenn du gesprochen hättest .. wäre ich bei jeder silbe an deinen lippen gehangen ...

    unfassbar toll ... wie du deine sätze wählst und aufschreibst ... auch wenn es dir vielleicht nicht bewusst ist ... oder andere dies so nicht meinen würden ... ich klebe an deiner seite :o)

    durch deine tochter bin ich hier gelandet ... hab mir alles genau angeschaut und ne weile auf deinem blog verbracht ...

    die mama eines freundes hatte die gleiche krankheit ... sie trug zwei persönlichkeiten in sich ... einen kleinen jungen und einen alten mann ... der junge wollte viel liebe und ihm tat immer mal hier und da etwas weh ... und brauchte daher oft seelentrost von ihr ...

    der alte mann hingegegen war sehr dominant und herrsüchtig ... und über ihn sprach sie kaum ein wort ...

    leider nahm sie sich 2006 das leben ... und hinterließ zur trauernden familie ... einen abschiedsbrief ... der knackig und kurz gewählt war ... aber der den satz beinhaltete ... das sie lieber über die regenbogen brücke geht ... bevor der alte mann ihrer familie etwas antuen möchte ...

    manchmal gibt es dinge ...die sind nicht für jeden zu verstehen ... und ich finde es unglaublich toll ... wie du mit deiner situation ... und vorallem auch deine familie ... umgeht/umgehen ...

    herzliche grüße von deiner neuen leserin
    Bea

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    1. Hallo liebe Bea,

      Deine Nachricht hat mich tief berührt, ich bin immer unsicher, ob die Menschen verstehen was ich so niederschreibe.
      Es ist traurig, dass die Mama Deines Freundes sich das Leben genommen hat, aber ich kann das durchaus verstehen, denn diese Gedanken sind mir auch nicht fremd. Nur kann ich dagegen angehen.
      Als ich das Wort Regenbogenbrücke las, ist mir eingefallen, dass ich mal eine wunderschöne Geschichte darüber gelesen habe, es war die Anleitung für eine Immagination. Vielleicht finde ich sie wieder, dann werde ich sie hier niederschreiben.

      Lieben Gruß
      Vielfalt-Oma

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