Donnerstag, 31. Januar 2013

Es gibt keine Zwei-Jahres-Frist in der Psychotherapie!!!!

 Immer wieder kommt das Thema 2 Jahres Frist in der Psychotherapie auf. 
 Es gibt diese Frist nicht, leider wissen aber viele Therapeuten nichts davon. Deshalb hier mal ein Artikel aus einem Ärzteblatt:

 


Aus dem bvvp-Newsletter Ausgabe Nr. 01/07, 16.01.07

Zweijahresfrist für psychotherapeutische Behandlung?

Zuletzt in der PP-Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes ging es um die sogenannte 2-Jahresfrist und eine "Richtigstellung" durch Benedikt Waldherr, Vorstandsmitglied des bvvp-Bayern. Karl Seipel, vhvp-Mitglied und KV-Gutachter ließ auch uns folgende Richtigstellung der Richtigstellung zukommen:

Es gibt keine Zwei-Jahres-Frist in der Psychotherapie, die eine
Behandlungspause in dieser Zeit erforderlich machen würde, wie so viele
Kollegen leider immer wieder glauben.

Der Satz auf dem Formblatt PTV 2 ist zugegebenermaßen etwas irreführend. In den gesamten Psychotherapie-Vereinbarungen gibt es nur eine Passage, die sich auf einen Zwei-Jahres-Zeitraum bezieht. Damit ist gemeint, dass nach Durchführung einer Therapie auch eine Kurzzeittherapie gutachterpflichtig ist, selbst dann, wenn der Therapeut von der Gutachterpflicht befreit ist, "es sei denn, dass zwischen dem Abschluss der Therapie und dem Zeitpunkt der Antragstellung ein Zeitraum von mehr als 2 Jahren liegt" (PT-V: Teil C § 11
(4)). Erst nach zwei Jahren ist also eine erneute Kurzzeittherapie ggf. wieder von der Gutachterpflicht befreit.


Das bedeutet, dass bei Vorliegen einer entsprechenden Indikation selbstverständlich innerhalb dieses Zwei-Jahres-Zeitraumes eine weitere, auf jeden Fall gutachterpflichtige Kostenübernahme für Kurzzeittherapie oder auch für eine Langzeittherapie beantragt werden kann.

Quelle: Karl Seipel, Meinhard Korte, vhvp-Rundbrief, Dez. 06

Das bedeutet, dass bei Auslaufen der Höchstzahl der Therapieeinheiten zwar keine Verlängerung mehr gewährt wird, da das Stundenkontingent erschöpft ist und somit tatsächlich die Weiterbewilligung der Therapie abgelehnt wird.
Und jetzt kommt das große ABER:
Aber wenn nach dem Auslaufen der Therapie ein NEUANTRAG gestellt wird, wird diesem stattgegeben, wenn die entsprechende Indikation (sprich Therapiebedürftigkeit) weiter gegeben ist.

Wenn deine Therapeutin also bereit ist, jetzt einen Neuantrag zu stellen, wird dem vermutlich stattgegeben. Ein Neuantrag kann jederzeit gestellt werden, wenn die Indikation dazu vorhanden ist, auch wenn das Stundenkontingent grade erst ausgelaufen ist. Wichtig dabei ist halt, dass es sich tatsächlich um einen NEUantrag handelt.


Vielleicht hilft es ja dem einem oder anderen der dies liest. Gerne kann der Text hier ausgedruckt und mit zum Therapeuten genommen werden.


Sollte dies alles nichts helfen, dann gibt es noch die Institutsambulanzen der Kliniken. Die rechnen dort nicht nach Stunden ab sondern nach behandelten Patienten.

Kommentare:

  1. Hey Vielfalt-Oma. Doch an den ilp-fachschulen.de für Psychotherapie Ausbildung wird das eigentlich ganz genau so gelehrt!

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  2. In this posting I most certainly will 3 unnoticed logic behind why despondent persons do not select support even with these people understand their particular trouble Psychotherapie

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