Sonntag, 6. Januar 2013

K.O.-Tropfen - Gefahr in der Disco

K.O-Tropfen sind Drogen, die einen Menschen  bewusstlos, hilflos oder handlungsunfähig machen. Dahinter können sich verschiedene Wirkstoffe verbergen. In der Medizin werden sie als Narkose- oder Beruhigungsmittel eingesetzt. Manche dieser Medikamente sind tatsächlich flüssig, andere Pulver oder Tabletten.


Straftäter benutzen diese Stoffe, damit ihre Opfer bei Sexualstrafen oder Diebstahl bewusstlos oder wehrlos sind.


K.O.-Tropfen: oft flüssig und farblos

GHB (Gamma-Hydroxy-Buttersäure) ist meistens flüssig und farblos. Der leicht salzige und seifige Geschmack wird oft vom Eigengeschmack der Getränke, in die sie gegeben werden, überdeckt.

Für Ahnungslose nicht bemerkbar

Im Getränk sind sie für Ahnungslose meistens nicht herauszuschmecken. Deshalb ist es relativ einfach, K.O.-Tropfen auf Partys, in Clubs oder in Kneipen in offen stehende Gläser oder Flaschen zu geben. Manchmal werden sie auch unter Essen gemischt.


Erste Symptome: Schwindel und Übelkeit


Die erste Wirkung setzt ungefähr 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme ein. Direkt nach der Einnahme von K.O.-Tropfen wird den Betroffenen meistens plötzlich übel und schwindlig. Oft vermuten sie, dass diese Wirkung vom Alkohol kommt, auch wenn sie bis dahin nicht übermäßig viel getrunken haben.


Zunächst können die Substanzen auch euphorisierend und enthemmend wirken. Betroffene berichten, dass sie zunächst ungebremst flirteten oder massiv auf ihre Begleitpersonen eingeredet haben. Sie können eine Zeitlang noch normal reden und sich bewegen. Für Außenstehende erscheint alles relativ unauffällig. Die Betroffenen wirken höchstens etwas angetrunken oder teilnahmslos.

Opfer sind willenlos und manipulierbar


Jedoch schon vor einer Bewusstlosigkeit sind die Frauen und Mädchen unter diesen Substanzen praktisch willenlos und leicht manipulierbar. Rückwirkend können sie sich an diesen Wachzustand nicht mehr erinnern.


So wird klar, warum die Täter K.O.-Tropfen in der Öffentlichkeit einsetzen können: Ihnen bleibt genug Zeit, mit der Frau Kontakt aufzunehmen oder Hilfe anzubieten, um sie dann nach draußen oder an einen anderen Ort zu bringen. Dort sind die Betroffenen dann leichte Beute für die Täter.

Volle Wirkung: Plötzliche Müdigkeit setzt ein


Nach dem ersten „Anfluten“ setzt bei entsprechend hoher Dosierung eine plötzliche Müdigkeit ein. Die Opfer fallen in einen tiefen Schlaf oder werden sogar bewusstlos. Wenn sie eingeschlafen oder bewusstlos sind, kommen sie erst nach Stunden wieder zu sich.


Werden die K.O.-Tropfen mit Alkohol eingenommen, verstärkt sich die Wirkung, zum Teil mit gefährlichen Folgen: Es kann nicht nur zur Bewusstlosigkeit sondern auch zu Atemstillstand kommen.


Verhaltensregeln für ein sicheres Nachtleben


Pass auf deine Getränke auf

Nimm kein offenes Getränk von Leuten an, die du nicht kennst.
Auch bei Freunden oder Partybekanntschaften: Nimm nur Getränke an, deren Weg du vom Tresen an verfolgt hast. Im Zweifelsfall auf einen Drink verzichten oder nur verschlossene Flaschen annehmen.
Lass dein Getränk nicht unbeobachtet stehen. Wenn doch, lieber ein neues Getränk bestellen. Macht untereinander aus, dass ihr gegenseitig auf eure Gläser aufpasst.
Trinke nicht zu viel Alkohol. Im Vollrausch bist du auch ohne K.O.-Tropfen leichter angreifbar. Wenn du betrunken bist, kannst du viele Situationen nicht mehr gut einschätzen.
Blind Dates: immer an einem öffentlichen Ort

Treffpunkt für Blind Dates: immer an einem öffentlichen, neutralen Ort, den du kennst.
Auch bei Internet-Verabredungen oder Blind Dates gilt: Lass dein Getränk und dein Essen nicht aus den Augen. Auch bei einem zweiten oder dritten Treffen ist es besser vorsichtig zu sein.
Wenn sich die Welt plötzlich dreht: Hilfe holen

Wenn dir plötzlich schwindelig oder schlecht wird, sprich deine Freundinnen an und bitte sie um Hilfe. Das gleiche gilt, wenn du ohne Grund auf einmal völlig enthemmt oder extrem euphorisiert bist.

Wenn du Hilfe brauchst und allein unterwegs bist, wende dich an das Personal. Geh immer dorthin, wo auch andere Menschen sind.
Vertraue deinem Instinkt: Wenn du dich in einem Club oder auf einer Party nicht sicher fühlst, dann gehe lieber.
Wenn du mit Freundinnen ausgehst, dann geht auch gemeinsam wieder nach Hause. Passt auf der Party aufeinander auf und verliert euch nicht aus den Augen.
Ruf im Zweifel die Polizei oder den Notarzt an.

Wie Freundinnen und Freunde aufeinander aufpassen können:

Der beste Schutz ist, nicht allein unterwegs zu sein. Wenn Du mit Freundinnen und Freunden ausgehst, dann besprecht vorher, dass ihr aufeinander achtet und euch gegenseitig im Auge behaltet.
Folgend einige Punkte, über die ihr euch einig sein solltet:
Zusammen kommen, zusammen feiern und zusammen gehen

Wenn Du mit Freundinnen ausgehst, dann geht auch gemeinsam wieder nach Hause.
Wenn eine von euch früher nach Hause geht, dann sagt euch gegenseitig Bescheid.

Wenn ihr euch in einem Club oder auf einer Party unwohl fühlt oder nicht sicher, dann geht lieber.

Passt gegenseitig auf eure Getränke auf.
Im Ernstfall: Hilfe holen


Kümmere dich um deine Freundin, wenn es ihr plötzlich schlecht geht oder schwindlig wird. Lass sie nicht alleine. Das gleiche gilt, wenn du das Gefühl hast, dass sie ungewöhnlich euphorisiert oder enthemmt ist und nicht mehr für ihre Sicherheit so



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